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Prolifierungsgier, Age of Outrage und Neue Anreize für Morgen

  • Writer: Cem Tanriover
    Cem Tanriover
  • Feb 10, 2023
  • 4 min read

Es sind keine normale Zeiten (Mutter Erde in Wechseljahren?) und jetzt fehlte nur noch das Erdbeben in Syrien und der Türkei.


Natürlich sind wir alle zutiefst am Boden, sehr traurig über die enorme Verwüstung, die am vergangenen Montag durch aufeinanderfolgende massive Erdbeben verursacht wurde.


Worte bleiben ohne grosse Bedeutung, auch ‘Geçmiş olsun an alle’. Leider haben die Nachrichten seitdem nur eine sich verschlechternde Situation in der Region gezeigt:


Während ich und so viele andere im Freundenkreis, denjenigen, die ihr Leben verloren haben, allen Segen wünschen, ihren Familien und Angehörigen ein tief empfundenes Beileid aussprechen und den Verletzten die besten Wünsche für eine baldige Genesung übermitteln, sind alle unsere Gedanken weiterhin bei den Millionen von betroffenen Menschen in der Region.


Was sind die Folgen?


Es erreichen mir weiterhin unglückliche Nachrichten über verlorene Verwandte, Freunde und Kollegen, und es ist nicht möglich Worte zu finden, um unseres Mitelid in dieser Zeit unsagbarer Trauer auszudrücken.


Wenn auch Wunder geschehen, so wie mache unfassbar gelungene Rettungsversuche nach 92 Stunden, braucht man am Ende doch wieder einen neuen Denkansatz, um Millionen Menschen doch noch zu helfen, falls dies sich noch einmal wiederholden würde…vielleicht in Istanbul, Albanien oder doch Syrien.


Also was tut man, um ein Land besser auf solch massive Erdbeben vorzubereiten?


Diese Frage ist auf einem anderen Niveau auch hilfreich, für die, die sich für humanistische Massnahmen generell interessieren, also nicht unbedingt architektonisch, geotechnisch oder kulturell bezogen aber einen Wechsel in alten ordnungspolitischen Denkmustern generell betreffend.


Weil die Lage unseres globalen Zusammenhalts auch nicht wegen des Klimawandels am Ende so ernst ist, und das Thema <alte Denkmuster> so ein Potenzial an Umverteilung sowie Kettenreaktionen besitzt, ist es vielleicht leichter, es mit Humor anzugehen.


Und das Lachen kann doch am Ende vielleicht vieles schneller bewirken. Wenn man heutzutage im deutschsprachigem Raum zum Beispiel Lisa Eckart liest, da gibt es sehr viel zu lachen, obwohl sie den Lesern viel Aufmerksamkeit, Nervenkraft und Informationsbereitschaft abverlangt.


Die blonde Kabaretistin, die auch gerne Bücher schreibt, und kritisch mit all Sicherheiten des Selbstbewussten Menschen umgeht, kann einen aber gerade deswegen auch nachdenklich machen. Vor allem über unsere Ordnungspolitik und ihrer Zukunft.




Beim Lachen kommen Erinnerungen schnell ans Licht, so wie als es einmal grosse Hoffnungen gab, unsere westlichen Demokratien durch Internet und soziale Medien lebendiger zu gestalten und Collective Learning mit direkter an den politischen Diskussionen beteiligender Bürger effektiver ins Rollen zu bringen.


Stattdessen kam die vermehrte Vereinzelung ins Rollen.


Weder verbesserte Kommunikationstechnologien noch soziale Medien waren demokratiefördernd. Eins der Gründe liegt natürlich in der demographischen Entwicklung, wenn die Interessen der Aelteren politisch eher kurzfristig orientiert ist und aber staerker in den Vordergrund kommt.


So ein Erdbeben an den weltweiten Demokratien erinnert mich gerade deshalb an die physische Verwüstung, jetzt gerade in Syrien und der Türkei, oder andersherum.


Diese Erinnerungen lassen sich schnell an den Fehlanreizen der eher materialistischen Fortsschrittbemessungsgrundlage unserer weltweiten Wirtschaftssysteme und daher resultierende steigende globale (Syria included) Ungleichheit verknüpfen. Die hat letztendlich auch national die soziale Lage vieler abhaengig beschaeftigten Paare so geaendert (auch in Deutschland z.B.), dass dabei es für nicht so gut informierte und gebildtete Paare fast unmöglich wurde, Ihre Interessen effektiv zu verteitigen.


Heute scheint so, dass sie neben Arbeiten und Kinder erziehen, fast keine Zeit mehr bekommen, um sich in Vereinen, Gewerkschaften oder politischen Organisationen zu engagieren. Dadurch aber geraet auch der Westen in schweres Fahrwasser, wenn alle die Natur und dabei insbesondere der Reiche diesen Armen und der Alte diesen Jungen unpersönlich aber dazu systematisch weiter ausbeutet.


Zu den Fehlanrezien der Zukunft gehören jetzt AI-Fans, die seit kurzen neue Hoffnungen auf AI setzen.


Fortgeschrittene Automatisierung wird seit Jahren auf alle Arten von Anwendungen angewendet, aber eines ist doch neu. z.B. was ChatGPT getan hat, ist die Anwendung eines bestimmten Bereichs des maschinellen Lernens, Large Language Models, auf eine Konversationsumgebung und hat dabei die Welt geblendet.


Infolgedessen verwenden es immer mehr Menschen – nicht so sehr für Gespräche, wie es ursprünglich entworfen wurde, sondern als Suchmaschine. Dies ist eine nicht so wünschenswerte Entwicklung.


Also wenn es um Qualität und Zuverlässigkeit der sozialen Inhalte geht, wie kann man sich sicher sein?


KI beantwortet nur Fragen auf der Grundlage von Affinitäten und statistischen Übereinstimmungen, und die einzige Möglichkeit, „richtige“ Antworten zu erhalten, besteht darin, sie zu filtern, d. h. ungeeignetes auszuschließen.


Dies ist nicht trivial, daher werden einige Antworten teilweise falsch sein, und manchmal werden sie sehr daneben liegen, selbst wenn die verwendete Sprache die eines Experten erscheint.


Der Kern der Botschaft der KI fur mich ist aber relativ einfach:


Verwenden sogar weitergestalten dürfen wir AI nur, um die Menschenrechte zu sichern und verbreiten. Die Menschenrechte sind in der Tat der kleinste gemeinsame Nenner aller Kulturen und stellten doch die überzeugendste Idee, den Frieden zwischen Menschen, Staaten und Völkern zu sichern.


Der Auffassung, die Menschenrechte seien eine westliche Errungenschaft, die nicht ohne weiteres auf syrische, asiatische oder afrikanische Gesellschaften übertragbar seien, sollte man eine klare Absage erteilen. Aber bitte schön wer doch in dieser schnellen Welt?


Wer glaubt heute, (also welcher gut bezahlter Manager der Interationalen Firmen mit Eigeninteresse oder Durchschnittspolitiker sogar ohne grosser Profilierungsgier), als fänden sich die Grundsätze der Humanität schließlich in jeder Weltreligion? Sogar wie bei Kant, auch eigentlich in jeder goldenen Regel "Was du nicht willst, das man dir tu’, das füg auch keinem andern zu"?


Fände dies sich nicht im Christentum genauso wie im Islam oder anderen Religionen? Konfuzianismus?


Sokrates und Konfuzius, die nahezu gleichzeitig und doch vollkommen unabhängig voneinander sehr ähnliche Theorien zum menschlichen Zusammenleben entwickelten, wird uns im Laufe weiteren Erdbeben sicherlich auch in der Zukunfr mehrmals begegnen.


Wenn Welt-Menschen, Welt-Bürgerechte haben, aber sie nicht nutzen, dann zwingen sie durch ihre globale Passivitaet andere dazu, die Verantwortung für sie zu übernehmen.


Was für unwissenschaftliche Baukulturen gilt, gilt auch für unwissenschaftliche Denkmuster, die nicht nur Ökologie aber auch wirschaftlich unmessbare Würde schaden. Und in der Türkei darf man jetzt hautnah beobachten, welche Gefahren es mit sich birgt, wenn diese von fremden übernommene Verantwortung doch noch am Ende für sich wünschen laesst.


Was könnte man am besten tun?


Für die, die die Horrorszenen der Verwüstung in Syrien und der Türkei unertreaglich finden, aber die die Welt unbedingt unterhalb zwei Stunden doch retten wollen, gibt es einen Ausweg - sich zum Thema 'Prolifierungsgier, Age of Outrage und Neue Anreize für Morgen' einfach über den Link Zugang verschaffen.


 
 
 

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